Das „Three-Strikes-Modell“

Auf ZeitOnline ist heute ein sehr  schöner Artikel zum „Three-Strikes-Modell“ zu lesen.

Dazu nochmal das Standbild aus „Rette Deine Freiheit“: ThreeStrikes

Die Industrien sägen weiter an dem Ast auf dem sie sitzen und hoffentlich fallen sie sehr tief und sehr hart.

Das Thema wurde auch letztens in einem Bloginterview behandelt das ich gegeben habe: http://webkompetenz.wikidot.com/blog:53

Auszug Interview, DRM und die Musikindustrie:

Ich kann nur von mir persönlich sprechen.
Ich würde niemals eine DRM-geschützte Datei kaufen. Ganz einfach weil ich mir nicht vorschreiben lassen möchte, wem und wie oft ich jemanden mein Produkt leihen möchte und wie oft ich es für mich selbst kopiere und wo ich es abspielen möchte — oder gar wie lange ich es noch benutzen möchte. Das gilt für Filme, Musik und Bücher.

Auch bevorzuge ich immer noch etwas materiell zu besitzen. Ich habe noch nie digital Musik gekauft. Obwohl ich bei Amazon einmal kurz davor war — aber da kam die Meldung, ich sei im falschen Land und dürfe den Shop nicht benutzen. Also bestelle ich mir ganz klassisch die CD, mit Hülle und Cover und dann rippe ich sie. Dann kann auch niemand bei Amazon den „delete“ Button drücken — wie es ja zuletzt mit ihrem „Kindle“ passiert ist.

Insgesamt denke ich, dass gerade die Musikindustrie relativ überflüssig ist: eine Band kann ihre Musik sehr leicht im Internet verkaufen. Das sieht man ja sehr gut an dem Netlabel szene oder an Itunes.

Bei Filmen, die auch im Kino laufen sollen, ist die Lage wieder etwas anderes. Filme kosten in der Produktion natürlich auch viel mehr Geld und ihre Produktion ist unendlich komplexer als die von Musik.

Außerdem denke ich, dass diese Industrien es immer wieder versäumen mit der Zeit zu gehen. Statt sich zu öffnen und offensiv die neuen Märkte zu erobern, zerklagen und zerstören sie lieber die Existenz von einzelnen Konsumenten, um andere abzuschrecken.

Nach Napster hätte man sofort ein besseres und legales Tauschnetzwerk releasen können — mit fairen Preisen, ohne DRM — hätte man einfach die Kundenwünsche analysiert.
„The Piratebay“ könnte heute „The Sonybay“ heißen und Millionen von Musiktiteln und Filmen verkaufen — wenn sich die Industrien nicht so aufs Verklagen von ihren eigenen Kunden spezialisiert hätten.

Qualität und Service wird (auch im Internet) immer noch belohnt. Denn da sind die gleichen Leute, die auch offline Qualität und Service erwarten. Der Itunes Store ist ein gutes Beispiel dafür, dass man auch online verkaufen kann — und sie haben soweit ich weiß „DRM“ auch wieder aus ihrem Programm gestrichen.

Das ganze Interview

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