Buugle nominiert beim Viral Video Award

Oktober 20, 2010

„Buugle“ ist für den Viral Video Award nominiert!

Ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn viele Leute für meinen Film stimmen würden! Über den Gewinner entscheidet nämlich, wie letztes Jahr, das Publikum im Netz. Für „Buugle“ stimmen kann man ganz einfach auf ViralVideoAward.com/buugle .

Focus Online hat auch schon mit einem Videobeitrag über den ViralVideoAward berichtet. Sie haben sogar „meinen“ Nacktscanner als Titelbild benutzt. Nach der nervigen Werbung und ab Minute 2:00 stellen sie „Buugle“ dann sogar recht ausführlich vor (leider alles interlaced):

„(…) Buugle, was Google kann können wir schon lange, kritisiert EINEN Staat, in dem im Namen der inneren Sicherheit, die Privatssphäre auf der Strecke bleibt.“

Auf Twitter kam schon der Vorschlag ein Preisausschreiben zu machen welcher Staat denn mit „Einen Staat“ gemeint sein könnte.

-Es müsste ein Staat sein, bei dem seit Jahren die Privatssphäre im Namen der inneren Sicherheit auf der Strecke bleibt

-Bei dem die Regierung den „Bundesadler“ und die Farben Schwarz Rot und Gelb trägt

-Und der bei dem die Regierung den Namen „Bundesregierung“ trägt – was logischerweise auch zu dem Titel des Films „Buugle“ geführt haben könnte


YouTube löscht „Du bist Terrorist“

Oktober 18, 2010

Ich bekomme zur Zeit etliche Mails und Hinweise, dass YouTube „Du bist Terrorist“ gelöscht hat. Statt meinem Film findet man dort nur noch den Hinweis:

This video has been removed because its content violated YouTube’s Terms of Service.

Wieso das Video gelöscht wurde weiß ich leider nicht. Niemand von Google / YouTube hat mich gewarnt oder kontaktiert.

Vielleicht war der Nacktscanner ein wenig zu obszön?

Vielleicht liegt es aber auch an der „Betrüger-Werbung“ die YouTube seit fast einem Monat über meinen Videos stehen lässt. Seitdem versuche ich Google / YouTube nämlich darüber zu informieren, dass mein Account gehackt wurde. Ziel der Attacke war es anscheinend diese Werbung über meine Videos zu legen.

Zunächst habe ich versucht mit den Google-Formularen und dem „Hilfe-Forum“ den Account zurück zu bekommen. Laut Google / YouTube sind das auch die einzigen Möglichkeiten Hilfe zu bekommen.

Nachdem Google dann über eine Woche kein einziges mal auf meine Anfragen reagiert hat, habe ich versucht die Pressesprecher zu kontaktieren – einen telefonischen Service oder einen Email Service gibt es bei Google / YouTube nämlich nicht.

Doch auch die Pressesprecher reagierten auf keine einzige meiner Anfragen.

Letzte Woche hatte ich dann endlich das Glück, dass neben mir auch ein Pressesprecher von Google auf der Pressekonferenz von „Soziale Netzwerke gegen Nazis“ eingeladen war. Das allererste mal reagierte jemand auf meinen Hinweis.

Dieser Pressesprecher hat das ganze dann letzte Woche Montag endlich weitergeleitet.

Doch jetzt, nach mittlerweile einem Monat, habe ich meinen Account immer noch nicht zurück. Und statt mir zu helfen oder wenigstens diese Werbung zu entfernen, löschen sie lieber meine Videos.

Ich hoffe, dass wenigstens „Buugle“ noch ein paar Tage verschont bleibt, das ist seit heute nämlich für den Viral Video Award nominiert und leider auch über YouTube verlinkt: http://www.viralvideoaward.com/buugle/


Tatort Zeitonline

Oktober 16, 2010

Ich lese ja wirklich gerne Zeitonline.

Und ich verlinke auch gerne Artikel zu bestimmten Themen unter meinen Videos, weil sie oft sehr informativ sind.

Es gibt aber leider auch immer wieder ein paar kleine Ausnahmen. Bei Themen wie der Vorratsdatenspeicherung oder den Internetsperren kommen immer wieder Autoren zu Wort, die doch sehr fragwürdig argumentieren und meiner Meinung nach die Durchschnittsqualität der dort veröffentlichten Artikel stark mindern.

So habe ich heute wieder einen unschönen Artikel gefunden: „Tatort Privatfernsehen“ vom 15.10.2010. von Heinrich Wefing.

Nun haben sich schon viele Medien kritisch mit der unterirdischen Serie „Tatort Internet“ befasst, die jetzt statt „Grenzenlos geil – Deutschlands Sexsüchtige packen aus“ das erste mal auf RTL II ausgestrahlt wurde. In der Sendung macht die nun weltbekannte Frau Guttenberg reißerische Werbung für „Internetsperren“ und hat somit nun neben der Bildzeitung ein zweites, für seine hohe Qualität bekanntes Sprachrohr, gefunden.

Das Niveau scheint ansteckend zu sein. Denn so schreib Heinrich Wefing für Zeitonline:

Die Dokumentation Tatort Internet zeigt, wie Männer in Chaträumen versuchen, mit 13-Jährigen Kontakt aufzunehmen, um sich dann mit ihnen zum Sex zu verabreden;

Achso. Ich dachte die Show zeigt, wie junge Frauen sich in Chaträumen als 13 jährige Lockvögel ausgeben um Männer kennenzulernen. Wie genau der Chat abläuft kann man nicht erkennen, da RTL II nur ein paar Zitate aus dem Chat vorstellt, die ohne den Kontext noch nicht einmal ausschließen können, dass die Lockvögel die Chatpartner so lange überreden müssen bis sie sich zu einem Treffen einlassen.

Indem Herr Wefing das ganze einfach umdreht: „Männer in Chaträumen versuchen, mit 13-Jährigen Kontakt aufzunehmen“ entgeht er natürlich der großen moralischen Frage hinter der Show. Versucht der Sender die Menschen zu einer Straftat zu verführen um effektvolles Bildmaterial zu produzieren? „Innocence in Danger“ sozusagen?

Und dann werden auch weiter schöne Behauptungen in dem Artikel aufgestellt: Wie zum Beispiel diese hier:

selbst die Internet-Verbände, anfangs heftige Gegner des Sperrens, mussten mittlerweile einräumen, dass das Löschen von Kinderporno-Seiten längst nicht so gut klappt, wie sie das versprochen hatten.

Eine Quelle wird leider nicht angegeben. Vielleicht weil es keine gibt? Ich würde dem Herrn Wefing ja diesen Artikel zum zitieren empfehlen: Kapitulationserklärung gegenüber Kinderschändern vom AK-Zensur. Kleiner Auszug:

Dass das Löschen schnell geht, zeigen das Experiment vom Mai 2009 und eine Studie der Universität Cambridge, nach der Banken es im Schnitt innerhalb von vier bis acht Stunden schaffen, Betrugswebseiten zu löschen.

Schon auf der ersten Seite von „Tatort Privatfernsehen“ wird einem klar was der Artikel bezwecken soll. Alle fragwürdigen Aktionen von den Sperrbefürwortern werden nach und nach relativiert, die Argumente derer die seit etlichen Monaten gegen Sperren sind, werden in nebensätzen weggewischt. Teilweise werden die armen Zensursulas, Censilias und Guttenbergs sogar als Opfer dargestellt, dabei wollen sie doch nur für unsere Kinder kämpfen:

So ist es der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen ergangen, als sie digitale Sperren gegen die Verbreitung von Kinderporno-Seiten im Internet forderte und damit einen hasserfüllten Widerspruch auslöste, eine gigantische Protestwelle, wie es sie gegen das Geschäft mit dem Missbrauch von Kindern im Netz noch nie gegeben hat.

Man erntet also „hasserfüllten Widerspruch“ und „gigantische Protestwellen“ wenn man sich hierzulande ganz ehrlich für die armen kleinen Kinder einsetzt.

Den Artikel auf Seite zwei weiterzulesen lohnt sich übrigens nicht. Nach dem ersten Absatz stellt sich ein seltsames Gefühl ein.Die Zeilen kommen einem irgendwie bekannt vor.

Vergleich Seite 1 und 2

Wenn man die beiden Seiten nebeneinander legt, erkennt man auch wieso. Es liegt daran, dass lediglich zwei kleine Absätze neu sind. Der Rest wurde komplett von der ersten Seite kopiert.

Nur der kleine Anfang und das kurze Ende sind neu. Vielleicht, damit einen nicht zu sehr das Gefühl betrübt, man würde seiner Zeit beraubt. Vielleicht will der Autor mit der Wiederholung aber auch erreichen, dass man wirklich verinnerlicht was er schreibt.

Dann ist es aber wirklich schade, dass er den durchaus sinnvollen Aufruf in seinem letzten Absatz nur ein einziges mal verwendet:

Die bei Weitem wichtigste Frage lautet: Was nutzt den Opfern? Sie muss laut und deutlich gestellt werden. Lauter und deutlicher als bislang üblich.

Nutzen Internetsperren wirklich den Opfern? Wieso sind sich alle fast alle Opfer und Experten einig, dass sie nichts nützen? Und wieso befinden sich nur so zwielichtige Gestalten auf der Befürworterseite? Wieso benutzen diese jetzt RTL II und die Bildzeitung um für die Sperren zu hetzen, wie es einst Zensursula mit ihren demagogischen Reden getan hat? Wieso lässt der Artikel all diese interessanten Fragen aus?

Und wenn es Herr Wefing wirklich ernst meint mit seiner Frage: „Was nützt den Opfern?“:

Vielleicht möchte er ja das nächste mal jemanden vom Mogis-Verein auf seiner ersten oder zweiten Seite zu Wort kommen lassen? Dann kann er den Betroffenen wirklich, „Lauter und deutlicher als bislang üblich“, „nützen“.


Neue Website

Oktober 13, 2010

Der Platz in meinem alten Design wurde etwas eng und wäre mit all den verschiedenen Dingen die ich in letzter Zeit produziere etwas unübersichtlich geworden.

Aus diesem Grund habe ich nun meine Website komplett neu überarbeitet.

Neu ist die Kategorie „NDR extra3“ in der natürlich jetzt auch alle Filme erscheinen die ich für extra3 produziere.

Die neuesten Werke auf meiner Webseite sind somit „Gesundheitsreform“ und „Uebermorgen.TV 01“ für welches ich ein paar animierte Sequenzen gemacht habe.

In den kommenden Tagen wird es auch endlich wieder einen neuen Zulauf unter „satirical films“ geben. Ich hatte endlich wieder Zeit ein kleines privates Projekt zu machen.


Soziale Netzwerke gegen Nazis

Oktober 12, 2010

Ich war am gestrigen Montag von der Amadeu Antonio Stiftung als eine Stimme aus dem Netz zur Pressekonferenz von „Soziale Netzwerke gegen Nazis“ eingeladen worden.

Ich habe auf der Pressekonferenz auch ein paar Fragen beantworten können und ein bisschen erklärt wieso ich die Aktion unterstützen möchte.

Endlich gibt es von ganz offizieller Seite ein Statement gegen Nazis auf den meisten großen Sozialen Netzwerken! Ich persönlich habe für einige meiner satirischen Werke auch Applaus von falschen Seiten bekommen und beteilige mich daher sehr gerne und aus voller Überzeugung an dieser Aktion:

(Von der Seite)

http://www.soziale-netzwerke-gegen-nazis.de

  • • Wir wollen Neonazis keine Plattform bieten!
  • • Für demokratisches Miteinander.
  • • Gegen Rassismus, Antisemitismus, Verschwörungstheorien.
  • • Die Meinungsfreiheit, die Nazis meinen:
  • • Volksverhetzung und Holocaustleugnung.
  • • Ungestört andere angreifen, beleidigen, herabwürdigen.