Leistungsschutzrecht und Springer

März 22, 2012

Seit ein paar Wochen gibt es eine Diskussion um das sogenannte Leistungsschutzrecht im Netz.

Soeben habe ich auf Netzpolitik.org einen schönen Beitrag von Zapp zu dem Thema gefunden:

Besonders dreist ist natürlich dass die großen Medienhäuser auf der einen Seite immer größere Gewinne einfahren und auf der anderen Seite der Politik ihren Wunschzettel diktieren. Logisch ist es leider, wer berichtet sonst noch positiv über unsere Politiker?

Vor ein paar Monaten, als die Debatte um den Staatstrojaner so richtig in Gang war, fragte auch jemand von der Springer Presse (Bild-Online-TV o.Ä.) bei mir an. Sie hätten gerne ein paar Nutzungsrechte an meinem Film „Du bist Terrorist„. Selbstverständlich kostenlos.

Es wäre ja schließlich eine Ehre, wenn meine Arbeit auf einer Bild-Seite zu sehen sei – und es würde mir Aufmerksamkeit bringen. Eine übliche Anfrage – gefolgt von einem meist peinlichen hin und her per Email. So gut wie nie kommt bei sowas eine angemessene Entlohnung raus. Im Falle dieser Anfrage vom milliardenschweren Springerkonzern: ein kleines Taschengeld welches ich dankend ablehnte.

 

Ich frage mich ob diese Leute auch bei jeder Neueröffnung eines Fotografen auf kostenlose Passbilder bestehen – der Fotograf kann ja schließlich stolz, sein dass so edle Menschen sich von ihm fotografieren lassen. Für die Verwendung des Passbilds in Bewerbungen und Ausweis verlangen sie dann natürlich Geld.

 

Es wäre wünschenswert wenn die Politik sich mehr um die gerechtere Entlohnung freier Mitarbeiter kümmern würde – oder zumindest die Seite der gierigen Großen nicht noch weiter stärkt.

 

Erst wenn der letzte freie Autor verhungert ist, werden die Politiker und Verlage bemerken, dass umformulierte Pressemitteilungen keine schutzwürdigen Leistungen sind.

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Das Netzwerk

September 29, 2011

Ich habe einen neuen Film veröffentlicht: Das Netzwerk

Der Film ist bei einem Workshop für die Bundeszentrale für politische Bildung entstanden.

Zusammen mit 5 Studenten sollte ein Film zum Thema „10 Jahre 9/11“ innerhalb von 3 Tagen entstehen.

Wir haben uns recht schnell auf einen Teilaspekt dieses riesigen Feldes einigen können. Wir wollten unser Hauptaugenmerk auf die Reaktion einer Gesellschaft auf einen Anschlag legen. In den drei Tagen haben wir dann zusammen die Idee, das Konzept, den Text und das Storyboard erarbeitet. Ich habe dann in den folgenden Tagen den Film animiert.

Es ist das erste mal, dass ich einen „Nicht-Satirischen-Film“ zu einem politischen Thema gemacht habe.

Den Film gibt es auf YouTube und Vimeo.

Netzpolitik.org und ein paar andere Blogs haben den Film sogar schon bei sich gepostet. Vielen herzlichen Dank dafür!

Der Workshop und das Video sind Bestandteil der Vortragsreihe „Check this point“ der Bundeszentrale für politische Bildung. Hier kann man eine Aufzeichnung der Veranstaltung und Diskussion inklusive „Das Netzwerk“ anschauen:
http://mediathek.bpb.de/Geschichte/objekt_966.html


Vorratsdatenspeicherung Kommentar

März 4, 2010

Mit dem Urteildes Bundesverfassungsgericht ist der Kampf um Bürgerrechte und Freiheit nun doch noch nicht zuende.

In dem 60. seitigen Urteil hat in den letzten Tagen jeder eine Passage gefunden die er begrüßt.

Auf Netzpolitik gibt es eine schöne Zusammenfassung aus Reaktionen aus den verschiedensten Medien:

http://www.netzpolitik.org/2010/live-bloggen-zur-vorratsdatenspeicherung/

Völlig abstrus finde ich vor allem die Stellungnahmen von Polizeigewerkschaften und diversen Politikern. Da wird plötzlich von Internetbetrügereien gefaselt, die nun nicht mehr aufgeklärt werden können. Oder Lawinenopfer die nun elendig erfrieren müssen.

Wahrscheinlich haben sie schon vergessen, dass die Vorratsdatenspeicherung als Hilfe für den allgegenwärtigen Kampf gegen den Terrorismus eingeführt wurde. So schnell werden diese Instrumente also offensichtlich mißbraucht. Der Zweck für den es eingeführt wurde, ist schon nach wenigen Monaten vergessen oder wird absichtlich unter den Tisch fallen gelassen. Erschütternd, dass alle Medien dieses Gefasel dann auch noch zitieren und wiedergeben ohne wenigstens ein bisschen aufzuklären.

Es ist logischerweise immernoch erlaubt per Handypeilung Menschen zu finden, wenn Leib und Leben in Gefahr ist. Mit Hilfe der Vorratsdatenspeicherung hätte man höchstens den Vorteil, dass man mit dem Suchen nicht allzu früh beginnen muss. Polizei und Rettungskräfte könnten auch noch nach 6 Monaten mit der Suche beginnen.

Diese Aussagen zeigen vor allen Dingen eines: Die Polizei ist absolut unterbesetzt und trauert nun anscheinend dem Zeitpuffer nach, den sie mit der Vorratsdatenspeicherung noch hatte.

Und Merkel warnt natürlich vor einem „Vakuum“ dass uns nun bedroht. Das einzige „Vakuum“ was uns bedroht, verabschiedet am laufenden Band bürgerrechtsfreindliche und verfassungswidrige Gesetze.  Und als „rechtsfreier Raum“ wurde das Internet doch auch noch betitelt als wir die Vorratsdatenspeicherung schon lange hatten. Ist es also jetzt noch rechtsfreier geworden?

Wenigstens will die EU nun die Richtlinie erneut prüfen. Es bleibt also interessant.


Das „Three-Strikes-Modell“

September 29, 2009

Auf ZeitOnline ist heute ein sehr  schöner Artikel zum „Three-Strikes-Modell“ zu lesen.

Dazu nochmal das Standbild aus „Rette Deine Freiheit“: ThreeStrikes

Die Industrien sägen weiter an dem Ast auf dem sie sitzen und hoffentlich fallen sie sehr tief und sehr hart.

Das Thema wurde auch letztens in einem Bloginterview behandelt das ich gegeben habe: http://webkompetenz.wikidot.com/blog:53

Auszug Interview, DRM und die Musikindustrie: Den Rest des Beitrags lesen »


„Rette Deine Freiheit“ auf Sevenload

September 15, 2009

Der Kurzfilm ist nun auf Sevenload auf die Frontseite gestellt worden: http://de.sevenload.com/videos


„Rette Deine Freiheit“ in der Blogosphäre

September 15, 2009

In unzähligen Blogs wurde nun schon über „Rette Deine Freiheit“ berichtet.

Das hat dazu geführt, dass ich innerhalb des ersten Tages schon 1,2 Millionen Anfragen auf „RetteDeineFreiheit.de“ hatte.

Ich hoffe, dass mein Video das Thema noch bis zur Bundestagswahl in der Öffentlichkeit halten kann. An dieser Stelle auch vielen Dank an all die Blogger die mir dabei helfen, die Kampagne zu verbreiten! Vielleicht schaffen wir es auch noch das Thema außerhalb der Online-Welt bekannt zu machen.

Hier eine kleine Auswahl:

http://netzpolitik.org/

http://www.spreeblick.com/

http://stadt-bremerhaven.de/

http://mogis.wordpress.com/

http://berlin.piratenpartei.de/

http://www.pcaction.de/

http://www.aptgetupdate.de/

http://www.blogpiloten.de/

http://www.schockwellenreiter.de/

http://blog.sowhy.de/